Geniale Innovations­workshops. So geht das!

Können nur Apple, Google & Co. richtig erfolgreich innovieren? Mit ein paar einfachen Prinzipien finden auch Sie brillante Ideen und Lösungen.

Inhalte

Was ist ein Innovationsworkshop?

Workshops sind keine Meetings oder Besprechungen. Sie werden professionell moderiert.

Ein Moderator ...

  • stellt Methoden (z. B. Kreativitätstechniken, Entscheidungstechniken) und einen Ablauf bereit.
  • beeinflusst die Teilnehmer so, dass sie produktiv arbeiten und miteinander kommunizieren.
  • weiß Störungen in Ablauf und Zusammenarbeit zu beheben.

Bei einem Innovationsworkshop geht es gezielt um neuartige, innovative Ideen und Lösungen. Konkret das Finden, Konkretisieren, Bewerten und Auswählen derselben.

Er beinhaltet immer eine Phase der Ideenfindung. In dieser Phase werden Kreativitätsmethoden, wie Brainstorming oder Erfinderisches Denken, z. B. die ASIT®️-Methode eingesetzt. Ideenfindung kann auch in anderen Workshops eine Rolle spielen, z. B. in Strategie- oder Problemlösungsworkshops.

Anlässe für eine moderierte Ideenfindung

Die Ideensuche kann reaktiv oder vorausschauend stattfinden.

Sie ist reaktiv, wenn damit auf Herausforderungen reagiert wird, wie ...

  • eine Wettbewerbsinnovation, die das eigene Geschäft bedroht,
  • fallende Umsätze,
  • drohendes Verfehlen von KPIs, Organisationszielen oder
  • Erwartungen höherer Ebenen der Organisation an die Innovationsleistung.

Vorausschauend werden Innovationsworkshops durchgeführt, wenn ...

  • Organisationen die Pipeline an Innovationsprojekten immer gut gefüllt halten oder
  • nicht erst in eine defensive Situation, wie in der Liste oben, geraten wollen.

Vorausschauende Veranstalter von Innovationsworkshops haben meist einen Mindset, eine Grundhaltung von: "Da geht etwas. Da gibt es Chancen. Lasst sie uns finden und nutzen."

Themenbeispiele

Ideen für physisch-technische Produkte

  • Wettbewerbsdifferenzierung von Balkon- und Terassentüren
  • Kochfelder mit Zusatzfunktionen, Zusatznutzen
  • Innovativer Mund-Nasenschutz für Pandemie-Situationen
  • Innovative Kraftübertragung von Pedal auf Bremse in Kraftfahrzeugen

Ideen für innovative Dienstleistungen

  • Dienstleistungen für die häusliche Pflege
  • Neue Ideen für Dienstleistungen für Home Office Arbeitende
  • Innovative Dienstleistungen rund um das Thema Brandschutz

Prozessinnovationen

  • Vereinfachung von Verwaltungsabläufen vor einer Investition in Digitalisierung
  • Einfacherer Entscheidungsprozess fürs Innovationsmanagement
  • Nachhaltiger Prozess zur Kommunikation mit Mitarbeiter/innen

Sonstige

  • Bessere Verzahnung mit einer indirekten Vertriebsorganisation
  • Steigerung der Attraktivität eines Produktsegments in einer Kaufhauskette

Wichtige Rollen bei Vorbereitung und Durchführung

Für den Erfolg der Veranstaltung spielen die Organisatoren die wichtigste Rolle. Sie sorgen dafür, dass

  • Thema und Ziele klar sind,  
  • die richtigen Teilnehmer ausgewählt, informiert und eingeladen sind,
  • ein kompetenter Moderator gebucht ist - und dass
  • Räumlichkeiten, Verpflegung und Veranstaltungs­technik für den Workshop-Tag reserviert und vorbereitet sind.

Früh in der Vorbereitungsphase sind Auftraggeber und andere Interessenten von den Organisatoren mit ins Boot zu holen. Gerne formulieren Auftraggeber ihre Erwartungen an die Veranstaltung sehr vage. Für einen erfolgreichen Workshop sollten Organisatoren und Moderator/in auf mehr Klarheit drängen. Innovations­workshops mit vagen Zielen enden oft mit vielen Ideen von geringer Qualität.

Es kann sinnvoll sein, vor der eigentlichen Ideensuche einen vorgelagerten Workshop durchzuführen, um die Erwartungen zu konkretisieren und mit der Organisations­strategie abzustimmen.

Ganz wichtig: Auftraggeber und Organisation müssen sich gegenüber den Workshop-Teilnehmern verpflichten, mindestens einen attraktiven Projektvorschlag als Entwicklungsprojekt umzusetzen; die dafür erforderlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Das motiviert und verpflichtet die Teilnehmer, ihr Bestes zu geben.

Neben den Auftraggebern gibt es noch andere Interessierte, die "Stakeholder". Wichtige Workshop-Stakeholder sind Kunden und Anwender der zu entwickelnden Lösung. Interne Stakeholder, wie der Produktions­bereich, die Patent­anwälte oder der After-Sales-Service werden gerne übergangen, was später teuer wird.

Eine gute Workshop-Praxis ist, alle Stakeholder aufzulisten und mit ihnen Gespräche oder "Fokusgruppen" zu veranstalten. In diesen erfahren sie die Hintergründe, Ziele und Inhalte des Innovationsworkshops. Anschließend werden ihre Erwartungen und Anforderungen erfragt und diskutiert.

Reden wir über die Teilnehmer/innen. Eine Frage ist, wie viele Personen am Innovations­workshop teilnehmen sollen. Beim häufigsten Format, der Kleingruppen­arbeit mit einem Moderator, lautet die Daumenregel:

Gearbeitet wird in Kleingruppen zu 3 bis 6 Teilnehmern. Ein Moderator, eine Moderatorin kann 2, maximal 3 solcher Kleingruppen betreuen.

Eine andere Frage ist, welche Profile, welche Qualifikationen werden benötigt. Auch hierzu eine Daumenregel:

Alle Teilnehmer müssen das Thema (zum Beispiel die bestehende Lösung und ihre Anwendung) verstehen, aus Experten- oder Anwenderperspektive. Sie müssen mitreden können.

Und eine zweite:

Je praktischer, lebensnäher das Thema ist, umso höher soll der Anteil an Nicht-Experten sein.

Gerade technische Organisationen bleiben im Innovations­workshop gerne unter sich. Das bedeutet nicht selten: "11 Herren und eine Dame, alles Ingenieure und Techniker". Als Moderator/innen lassen wir Kunden so etwas nicht durchgehen. Im Sinne bestmöglicher Ergebnisse bestehen wir auf mehr Diversität, wofür die Organisatoren am Ende immer dankbar sind.

Bleibt der Moderator oder die Moderatorin. In größeren Organisationen stehen oft interne, geschulte Moderatoren zur Verfügung, mittlere und kleinere sind für eine professionelle Moderation auf externe angewiesen.

Die Organisationen mit eigenen Moderatoren stellen sich auch manchmal die Frage, ob für einen Workshop nicht doch der externe Moderator die bessere Wahl ist. Das ist oft gegeben, wenn Erfahrung in vielen Feldern und Branchen für kreative Impulse wichtiger ist als das Spezial­wissen der eigenen Leute.

Manche Moderatoren behaupten, dass es nicht nötig sei, das Workshop­thema zu verstehen. Das ist Unsinn. Um einen Innovations­workshop effektiv zu moderieren, benötigt der Moderator wenigstens ein Verständnis der Inhalte auf Wikipedia-/Youtube-Niveau.

Wie lange dauert ein Innovationsworkshop?

Neunzig Prozent unserer Veranstaltungen dauern zwischen einem halben und zwei Tagen, der größte Teil einen Tag.

Bei den derzeit üblichen Online-Workshops wird der Zeitraum gerne auf 2-Stunden-Blöcke und mehrere Tage aufgeteilt. Im Vergleich zu vielen Webmeetings ist ein seriöser Online-Ideenworkshop harte kognitive Arbeit für alle Beteiligten, die länger als zwei Stunden kaum durchzuhalten ist.

Die Dauer im Einzelfall hängt von folgenden Umständen ab:

  • Die Such-Strategie: Suchen wir nach der bestmöglichen Idee oder Lösung für die Aufgabe (Maximizing-Strategie) - oder beenden wir die Suche, wenn wir eine Idee haben, die vorher definierte Anforderungen erfüllt (Satisficing-Strategie).
  • Wie komplex ist das Thema? Wie komplex die Umwelt, in der die Lösung funktionieren soll?
  • Wie hoch ist das Zeitbudget? Wieviel Zeit und Ressourcen will der Veranstalter in das Thema investieren? Hier ein Tip: Sie werden oft nach einem halben oder ganzen Tag erst einschätzen können, ob es notwendig und sinnvoll ist, mehr Zeit zu investieren. Vereinbaren Sie mit dem Moderator eine flexible Lösung dazu.

Werkzeuge und Methoden

Wenn Sie diesen Artikel bis hierher gelesen haben, wissen Sie bereits, dass wir keine Fans von traditionellen Kreativitäts­techniken, wie dem Brainstorming, dem Brain­writing und anderen sind.

Die Forschung, die es dazu gibt, zeigt, dass diese schwach strukturierten Kreativitäts­methoden kaum einen Mehrwert haben gegenüber einer ganz einfachen Abfrage, teilweise sogar schlechter funktionieren.

Wenn die Ideensuche mit traditionellen Kreativitäts­methoden doch mitunter funktioniert, so hat das zwei Gründe:

  • Wenn eine Gruppe von Menschen einen Tag miteinander verbringt, mit der Bitte sich zu einem gegebenen Thema etwas Neues einfallen zu lassen - und die beste Lösung anschließend vorzustellen, werden Sie immer ein interessantes Ergebnis bekommen, selbst ganz ohne Methode und ohne Moderator/in.
  • Eine Moderatorin, die Gruppen in eine positive Stimmung versetzen und auf ein Thema fokussieren kann, wird über den ersten Punkt hinaus einen Mehrwert erzeugen; im Sinne von mehr und besseren Ideen.

Die von uns bevorzugte Methode des erfinderischen Denkens, die ASIT-Methode hat demgegenüber große Vorteile. Der wichtigste:

Diverse Untersuchungen zeigen, dass Anwender - bei gleichem Aufwand - mit der ASIT-Methode viermal soviele Ideen und Lösungen finden, in die Fachleute inverstieren wollen als mit Brainstorming und anderen traditionellen Kreativitätsmethoden.

Fast ebenso wichtig ist:

Die interessanten Ideen, die im ASIT-Workshop schon sehr früh entstehen, erzeugen bei den Teilnehmer/innen eine positive Stimmung, Neugierde und Forscherdrang. Was wiederum weitere kreative Ideen und Lösungen begünstigt.

Der Erfolg des ASIT-Innovationsworkshop hängt nicht davon ab, dass ein Unterhaltungs­künstler den Workshop moderiert. Was eine sehr effektive Klein­gruppen­arbeit ermöglicht.

Wichtige Begriffe im Innovationsmanagement

Geschäftsmodell-Innovation
Eine Geschäftsmodellinnovation verändert die Art und Weise, wie Leistungen erbracht, Kundenbedürfnisse befriedigt oder Erträge erwirtschaftet werden, fundamental. Ein Beispiel ist Ikea (Auslagerung des Zusammenbaus der Möbel hin zum Kunden).
Ideation
Der englische Begriff für Ideenfindung, Ideenentwicklung.
Idee
Im Zusammenhang mit Innovationen eine erste und neue Vorstellung für einen anderen Ablauf, eine andere Struktur, ein anderes Design eines Objekts. Eine Idee entsteht meist durch bewusste oder unbewusste Übertragung eines Prinzips oder Merkmals von einem Feld auf ein anderes.
Ideenumsetzung
Die geistigen und physischen Aktivitäten, um eine Idee von einer Vorstellung in etwas Nutz- oder Vermarktbares zu entwickeln.
Ideensteckbrief
Anschauliche und strukturierte Darstellung einer Idee. Beinhaltet die Beschreibung und Visualisierung der Idee, den Nutzen für Anwender und Anbieter, Chancen und Risiken und die ersten Schritte zur Umsetzung.
Ideenauswahl
Ein meist zweistufiger Prozess von Bewerten, Priorisieren und Auswählen, um aus einer Menge von Ideen (z. B. eines Vorschlagswesens oder eines Innovationsworkshops) diejenigen auszuwählen die detaillierter untersucht, geprüft und getestet werden sollen.
Inkrementell vs. disruptiv
Zwei Kategorien, die beschreiben, wie stark eine neue Idee oder Innovation den Status Quo verändern wird. Eine inkrementelle Innovation bringt eine graduelle Verbesserung - eine disruptive verändert die Spielregeln eines Marktes.
Innovationsmanagement
Die Steuerung und Koordination der gezielten Aktivitäten in einer Organisation, die zu erfolgreichen Innovationen (neuen Produkten, besseren Prozessen ...) durchgeführt werden.
Innovationsprozess
Ein strukturierter Ablauf, der das Setzen von Innovationszielen, die Bereitstellung von Ressourcen, das Entwickeln von innovativen Ideen und Lösungen, das Treffen von Auswahlentscheidungen, die Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten und die Implementierung oder Vermarktung der Ergebnisse der Projekte beinhaltet.
Innovationsworkshop
Eine durch einen Moderator gesteuerte Zusammenarbeit von einem oder mehreren Teams. Ein Innovationsworkshop dauert wenige Stunden bis wenige Tage und liefert Orientierungen, Ideen, Lösungen und/oder Entscheidungen im Rahmen eines Innovationsprozesses oder -projekts.
Kreativität, Kreativitätstechniken
Geisteshaltung und Werkzeuge, die im Innovationsworkshop in der Ideensuchphase eingesetzt werden. Trotz nachgewiesen wirkungsvollerer Methoden (z. B. ASIT-Methode) verwenden viele Teams immer noch schwach strukturierte Tools wie Brainstorming oder Brainwriting
Leistung vs. Produkt
Bei Dienstleistungen sind die Begriffe gleichbedeutend. Produkte im engeren Sinne werden in der Regel durch ein Leistungspaket vervollständigt. Produkte im weiteren Sinne beinhalten ergänzende Leistungen.
Moderator/in
Leitet und unterstützt den Innovationsworkshop durch eine sinnvolle Vorbereitung, einen strukturierten Ablauf, den Einsatz von Kreativitätstechniken und Entscheidungstechniken und anderen Tools und Methoden.
Moderation
Die Tätigkeit von Moderator/in im Rahmen des Innovationsworkshops. Eine professionelle Workshop-Moderation wirkt auf Stimmung und Motivation der Teilnehmer, gibt Impulse für neue Blickweisen, für das Hinterfragen des Bestehenden, für neue Kombinationen und Anordnungen ... .
Problemlösungsworkshop
Der Problemlösungsworkshop konzentriert sich auf das Lösen eines konkreten Problems. Auf das Beseitigen eines unerwünschten Effekts, möglichst ohne unerwünschte Folge- und Nebenwirkungen.
Bei Problemlösungsworkshops kommen sowohl analytische als auch kreative Methoden zum Einsatz.
Suchfeld
Häufig wird vor einem Innovationsworkshop das Suchfeld festgelegt. Das Innovations-Suchfeld legt fest, welche Art von Ideen und Innovationen willkommen sind und welche für eine Umsetzung eher nicht in Betracht kommen.
Dietmar Gamm, Partner DE/CH/AU:

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